Als letzte Methode wird ein
Futtertrog
verwendet. In der Mitte ist ein "Kamin" über den die Bienen aufsteigen können.
Gut geeignet ist der Futtertrog für eine flüssige Fütterung mit Invert-Zucker-Sirup oder eine Zuckerlösung von 1:1 bis 3:2 (3 Teile Zucker).
Hier ist der Trog für einen Versuch in zwei Kammern aufgeteilt worden. In den
hinteren Teil wurden 3 Teile (6 kg) grober Zucker eingefüllt und in den vorderen Teil 2 Teile (4 l) Wasser. Hierdurch soll auf das
extra Auflösen des Zuckers in Wasser verzichtet werden, allerdings funktioniert das Ganze noch nicht optimal. Manchmal bleibt (wie hier) noch Zucker übrig,
oder der Zucker ist so mit Wasser bedeckt, dass das Futter von den Bienen nicht abgenommen wird. Das Verhältnis von Zucker zu Wasser und das der Grundflächen der beiden
Kammern zueinander muß noch verbessert (optimiert) werden.
Als Schwimmer wurden Holzleistchen verwendet.
Nachtrag: Auch nach weiteren Versuchen konnte kein befriedigendes Ergebnis erzielt werden.
Ableger
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Jungvolk
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Ein Ableger ist ein neu gebildetes Bienenvolk mit einer jungen, unbegatteten
Weisel
(Königin) oder einer Weiselzelle.
Ein Ableger wird dadurch gebildet, dass man eine Portion Bienen mit
Waben
und Brut einem
Altvolk
entnimmt
(s
Schröpfen
und in einen Ablegerkasten oder eine normale
Beute
mit einer einzigen
Zarge
setzt. Dabei muss darauf geachtet
werden dass die alte Königin im
Altvolk
bleibt und nicht aus Versehen
mit in den Ableger gelangt. Was jetzt noch fehlt ist eine
Weiselzelle,
die z.B. aus einem Volk im
Schwarmtrieb
oder aus einem Zuchtvolk stammt. Diese wird auf einen freien, unbebrüteten Bereich einer Brutwabe gesetzt - leicht andrücken,
ohne die Zelle zu verformen oder zu beschädigen.
Danach wird der Ableger ausserhalb dem Flugradius des
Altvolkes
aufgestellt. Die Bienen fliegen sich neu ein und
ein paar Tage später schlüpft die junge Königin. Diese ist, wenn alles klappt, spätestens nach drei Wochen in Eilage.
Ab jetzt wird nicht mehr von einem Ableger, sondern von einem Jungvolk gesprochen. Dieses entwickelt sich bis zum Herbst zu einem
normal starken und damit überwinterungsfähigen Volk.
Ein Jungvolk bringt in dem Jahr seiner Bildung keinen Honig. Im Gegenteil, er muss bei der Bildung
einen Futtervorrat als Start (meist eine Raps-Honigwabe oder eine noch vorhandene
Futterwabe)
bekommen und je nach
Trachtverhältnissen
bis in den Herbst hinein gelegentlich gefüttert werden.
Dies hängt mit der noch geringen
Volksstärke
zu den Zeiten der Trachten zusammen. Der Wärmehaushalt (Verhältnis
von Volumen zu Oberfläche des
Brutnestes)
ist anfangs noch nicht optimal.
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